Inhalt: Ein fremdes Land, eine unbekannte Zukunft: Henrietta wandert im Jahr 1900 zusammen mit ihrer Mutter nach Afrika aus. Namibia - damals Deutsch-Südwest - ist ihr Ziel!
Meinung:
Deutschland im Jahr 1900. Die 15-jährige Henrietta lebt mit ihrer Mutter in der Wuppertaler Kohlstraße. Aufgrund des frühen Todes des Vaters, kommen beide kaum über die Runden. Eigentlich hinterließ er ihr genügend Geld für ein Lehrerinnenseminar, um ihr so eine geregelte Zukunft zu sichern, doch ihre Mutter hat das gesamte Geld in ihrer größten Not ausgegeben, um sich und ihre Tochter zu ernähren. Erst Jahre später erfährt sie von dieser Verzweiflungstat der sie ihr heutiges Leben verdankt! Henrietta ist unglücklich und möchte auch nicht Zeit ihres Lebens als Dienstmagd arbeiten. Deswegen kommt ihr der geheimnisvolle Brief aus Afrika gerade recht. Ein deutscher Missionar möchte ihre Mutter heiraten! Eigentlich will Henriettas Mutter nicht zustimmen, doch mit einer Lüge schafft Henrietta es ihre Mutter zu überreden und beide machen sich auf die lange Schiffsreise nach Afrika auf, dort lernt sie eine nette Familie kennen. Henrietta setzt all ihre Hoffnungen in das neue Leben.
Jedoch ist nichts auch nur annähernd so wie es sich Mutter und Tochter gewünscht hatten. Anstelle eines kleinen Städtchens begrüßen sie staubige Straßen und die Wildnis; kein netter Missionar erwartet sie sondern ein junger Afrikaner der sie zur weiter entfernten Missionarsstation bringen soll. Der Missionar erweist sich nicht als ihre Rettung sondern verschlimmert ihre Lage fast noch. Auch hier muss Henrietta die niedrigsten Arbeiten erledigen obwohl die Station doch eigentlich ihr neues Zuhause werden sollte! Das Leben wird für Henrietta immer unerträglicher. Als auch noch ihre Mutter an Tuberkulose stirbt, entschließt sie sich wegzulaufen und nach der Familie zu suchen die sie auf dem Schiff kennenlernte. Unterstützt wird sie bei ihrer Flucht von dem jungen Afrikaner Petrus, in den sie sich schließlich verliebt. Eine abenteuerliche und sehr gefährliche Reise beginnt für das junge Paar. Direkt in die Wildnis Afrikas.
Fazit:
Der Roman erzählt Henriettas Geschichte sehr authentisch und real. Leider hofft man als Leser vergeblich auf ein Happy End. Eine große Rolle spielt auch die Rassentrennung, und wie die "Schwarzen" von den "Weißen" behandelt werden, dass sie kaum eine Chance auf ein normales Leben haben. Der größte Grund dafür dass Henriettas und Petrus` Liebe keine Chance hat. Trotzdem ist das Buch sehr gut geschrieben und man fiebert zu jeder Zeit mit der jungen Protagonistin mit.
Lesealterempfehlung: ab 13 Jahre
Eine Rezension von Tabea ^^
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